Ich möchte hier einmal die beiden wohl gebräuchlichsten Programme für den Mac vorstellen was Twitter angeht.
Tweetie nutzen sehr viele iPhone User, da es extrem schlang ist und dennoch viele Funktionen bietet.
Tweetdeck lese ich bei immer mehr Twitterer. Warum, erklärt sich im laufe des kurzen Tests.
Tweetie
Tweetie wird von der Firma atebits angeboten. Das Programm liegt in zwei verschiedenen Versionen vor. Das kostenfreie mit Werbung in der Timeline und das kostenpflichtige für 19,99US-$ ohne Werbung. Da mich bis jetzt die doch recht zurückhaltende Werbung nicht gestört hat, habe ich noch nicht auf die werbefreie Version gewechselt.
Die Installation ist Mac typisch. Einfach die zip-Datei entpacken (macht der Mac ja meist automatisch) und einfach in den Programme-Ordner ziehen.
Man wird beim ersten öffnen nach seinen Twitter Accountdaten gefragt. Diese einfach eingeben und schon kann man loszwitschern.

Die Menuleiste auf der linken Seite ist recht übersichtlich. Dort sind insgesamt nur vier Symbole zu finden.
Sprechblase:
Die Sprechblase ist die normale Timeline von Twitter. Hier stehen die neuen tweets der Leuten denen man folgt.
@-Symbol:
Dort sind die retweets (antworten) auf die eigenen Tweets.
Briefumschlag:
Hier stehen die sogenannten “Direct-Messages”. Also die tweets an einen bestimmten Nutzer ohne das die Nachricht in der eigenen Timeline erscheint.
Lupe:
Eigentlich selbsterklärend, oder?
Die Suchfunktion.
Dieses Symbol ist links unten zu finden. Hierüber schreibt man ein neuen Tweet. Es öffnet sich dann ein neues Fenster in dem man seine Nachricht schreiben kann.
Sobald ein neuer tweet, retweet oder direct message angekommen ist, erscheint ein blauer Punkt an dem entsprechenden Symbol. Zusätzlich wird in der Menüleiste von OS X auch das Tweetie Symbol blau.
Vorteile:
- Klein, schlank und ressourcensparend. Also auch gut für den Laptop geeignet.
- Benötigt keine Zusatzsoftware wie Adobe AIR
- Anwendung ist auch für das iPhone verfügbar
Nachteile:
- Nur für den Mac verfügbar
- Twitterfunktionen über mehrere Fenster verteilt.
Tweetdeck
Tweetdeck ist derzeit als Beta erhältlich. Das Programm ist kostenfrei zum download erhältlich.
Vorraussetzung für Tweetdeck ist Adobe AIR. Dieses wird aber durch den Downloadlink auf der Seite installiert, wenn der Benutzer die Abfrage mit “Ja” beantwortet. Also keine Versteckte Installation. Sobald AIR auf dem Mac ist, lässt sich Tweetdeck mit einem erneuten klick auf das Download Symbol installieren. Es werden hierbei einige kleine Fragen wie z. B. der Installationsort gestellt. Sollte ja für euch kein Problem sein.
Nach Abschluss der Installation wird man hier auch wieder vollautomatisch nach seinem Twitteraccount gefragt. Daten kurz eingegeben und schon ist das Programm bereit.
Die Oberfläche zeigt alles auf einmal. Bei TweetDeck muss nicht über Menüpunkte die verschiedenen Ansichten gewechselt werden. Nach der Installation sind vier Spalten angelegt. Die ersten ist eure Timeline. Die zweite die retweets, die dritte die direct messages und in der vierten werden die sogenannten TweetDeck recommends eingeblendet. Das sind wie der Name schon sagt Empfehlungen von TweetDeck. Also wem man noch folgen könnte.
Sobald einer neuer tweet, retweet oder eine direct message eintreffen erscheint rechts oben in der Bildschirmecke ein kleines Fenster das über das Update informiert. Ähnlich des Programms Growl, das ja die meisten von euch kennen dürften.
Um bei TweetDeck eine neue Nachricht schreiben zu wollen, muss man nicht erst ein weiteres Fenster öffnen sondern hat direkt am oberen Teil des Fensters eine entsprechende Textarea. Über die Symbole rechts unterhalb des Feldes können Bilder eingefügt, URLs verkürzt oder andere Funktionen ausgewählt werden.
TweetDeck hat auch noch das nette Feature, dass man nach Registrierung des Anbieters seine Einstellungen über die verschiedenen Plattformen synchronisieren kann. Favoriten, Spalten, Suchanfragen und Gruppen lassen sich somit überall gleichermaßen abrufen.
Vorteile:
- Auch für Windows und Linux verfügbar
- Alle Twitter-Funktionen auf ein Blick
- Auch für das iPhone verfügbar.
- Sychronisation möglich
Nachteile:
- Adobe AIR wird benötigt
Fazit:
Beide Programm haben auf ihre Art und Weise Vor- und Nachteile. Ich kann auch beide Programme ruhigen Gewissens empfehlen. Schlussendlich muss jeder selbst wissen ob er etwas kleines schlankes oder etwas großes übersichtliches haben möchte. TweetDeck ist für diejenigen zu empfehlen die Twitter auf der Arbeit, zu Hause und vlt. noch mobil auf dem iPhone nutzen. Dort sind alle persönlichen Einstellungen auf dem gleichen Stand.
Also ich finde darüber, ob man Tweetdeck als übersichtlich bezeichnen kann, kann man sich durchaus streiten. Ich fands eher verwirrend. Lohnt sich denke ich nur für Leute, die viele Antworttweets oder direct messages bekommen.
Ich bevorzuge sowohl auf dem Mac als auch auf dem iPod touch tweetie.
Ich finde gerade die Fensterfunktion, die du als negativ angesehen hast, macht es doch sehr übersichtlich. Vor allem wenn sich die anderen Bereiche nicht so stark verändern und man dort nur ab und zu mal reingucken muss…