Amazon Marketplace vs. eBay

22. Februar 2010  |  Allgemein  | 

Vor einiger Zeit habe ich ja berichtet, dass ich mein Account bei eBay gekündigt habe, da man nun Pflichtkunde bei PayPal sein muss, wenn man Waren über das weltgrößte Onlineauktionshaus verkaufen möchte. Die meiner Meinung nach unverschämte Gebührenstrucktur hat mich zu dieser Entscheidung gezwungen.

Aber was soll man tun, wenn man ab und zu mal ne DVD, CD oder Bücher verkauft. Es gibt sicherlich noch andere Auktionshäuser im Internet, aber die haben natürlich nur eine recht geringe Reichweite. Was bleibt also wenn man sich nicht für ein paar Kleinigkeiten auf den Flohmarkt stellen möchte?Man nimmt den virtellen. :) Na okay, Amazon Marketplace kann man jetzt nicht unbedingt als Flohmarkt bezeichnen, da beim weltgrößten Onlineversandhaus recht wenig Ramsch veräußert wird. Nach dem ich mich die Woche von drei Playstation 3 Spielen trennen wollte, habe ich mir die Plattform also mal genauer angeschaut.

Ein Amazon Konto hatte ich natürlich schon, sodass dieser Schritt weggefallen ist. Um dann Sachen verkaufen zu können, muss man sich anschließend als Verkäufer für den Marketplace registrieren. Hierzu sind einige Daten auszufüllen, u. a. Ein Konto oder Kreditkarte um die Gebühren abzubuchen. Zu dem wird man über das System automatisch autorisiert. Es gibt dafür mehrere Möglichkeiten. Ich wählte einen Anruf durch Amazon. Ein paar Sekunden später klingelte dann mein Handy und ich wurde aufgefordert die am Bildschirm angezeigte vierstellige Geheimzahl einzugeben. Keine Angst, diese muss man sich nicht merken, denn sie ist nur für das eine mal gültig.

Nach dem Akzeptieren der Geschäftsbedingungen ging es dann schon los mit dem Erstellen der Angebote. In meinem Fall war dies ganz einfach. Ich habe aus dem normalen Amazonsortiment die Spiele heraus gesucht und haben die ASIN einfach rauskopiert und im Marketplace verwendet. Das System zieht sich damit automatisch sämtliche Daten und ordnet es dann entsprechend zu.

Anschließend muss man noch Angaben zum Zustand des Artikel machen und kann wenn man das möchte noch ein paar Wörter dazu schreiben. Im darauf folgenden Formular wird der Preis bestimmt. Natürlich bekommt man angezeigt wieviel der Artikel bei Amazon direkt und wieviel man im Marketplace derzeit bezahlen müsste. So kann man sich knapp unter den derzeitigen Preisen setzen oder hat zumindest eine grobe Orientierung für den Preis.

Das System errechnet automatisch aus dem gewünschten Verkaufspreis die Provision für Amazon und zeigt den Betrag an, den man anschließend überwiesen bekommt. Ein super Argument für Amazon ist, dass die Firma zumindest bei kleinen Artikeln die Versandkosten übernimmt. Für meine Spiele wurden 3 Euro Porto und Verpackung veranschlagt. Diese reichen natürlich auch aus um eine Luftpolstertasche und eine Briefmarke zu kaufen. Diese 3 Euro komme ich also mit meinem Verkaufspreis gutgeschrieben.

Kaum waren die drei Spiele online, habe ich eine Email erhalten in der noch eine Nachfrage zu einem Spiel bestand. 5 Minuten später war das erste verkauft. Am darauf folgenden Tag das zweite und am Freitag Abend wurde das letzte Spiel verkauft. Wenn ich daran denken, dass ich bei eBay 3- 10 Tage hätte warten müssen um den Verkauf abzuschließen bin ich nochmal sehr froh mich für den anderen Weg entschieden zu haben. Sofortverkäufe in dieser Kategorie funktionieren meist nicht, so dass ich die Chance bei eBay die Artikel in gleicher Zeit verkauft zu bekommen, nicht gehabt hätte.

Sobald man eine Email von Amazon über den Verkauf bekommt, kann man online die Anschrift den Empfängers einsehen. Datenschutztechnisch natürlich besser als bei eBay, bei denen alles in der Email übertragen wird. Dafür aber auch umständlicher. Man verpflichtet sich gegenüber Amazon die Artikel innerhalb von zwei Werktagen zu verschicken. Also bei der Post abzugeben. Das sollte im Regelfall ja auch zu schaffen sein. Vor allem muss man nicht auf den Geldeingang warten, sondern Amazon überweist den Verkaufspreis entsprechend zügig.

Fazit:

Für Artikel die über Amazon schon verkauft werden, würde ich jederzeit wieder den Weg über den Marketplace gehen. Natürlich funktioniert das nicht bei einem Satz Autofelgen oder Karten für ein Konzert. Aber Amazon baut stetig das Angebot aus, sodass es wohl nur noch eine Frage der Zeit ist bis auch das möglich ist über Amazon zu verkaufen.

 

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